Viele Unternehmen kämpfen beim Schutz ihres Know-hows in China noch in einzelnen Schlachten, ohne den Krieg gewinnen zu können. Sie reagieren nur aus dem Stegreif heraus auf Einzelfälle, weil sie über keine durchgängige Strategie des Know-how-Schutzes verfügen und keine aufeinander abgestimmten Maßnahmen einsetzen. Eine solche nur improvisierende Vorgehensweise macht wenig Sinn, da die wirksame Bekämpfung des Diebstahls von Wissen ein zielorientiertes Vorgehen und einen langfristigen Plan erfordert. Die Aufgabe besteht darin, die vielfältigen operativen Schutzmaßnahmen zu bündeln, um ihre Wirkungen in eine bestimmte Richtung lenken und verstärken zu können.
Kein Unternehmen kann sich in China vollständig gegen einen Angriff auf sein geistiges Eigentum schützen. Es kann aber die Barrieren gegen den Verlust von Know-how derart erhöhen, dass der Diebstahl von Wissen zu aufwendig, zu teuer oder zu riskant wird. Es kommt darauf an, die Arbeit der Wissensdiebe derart zu erschweren, dass sie den Angriff auf fremdes Know-how gar nicht erst beginnen oder ihn wieder aufgeben. Eine solch starke und nachhaltige Blockade ist nur durch ein umfassendes System zum Schutz geistigen Eigentums möglich, das es dem Unternehmen erlaubt, in allen relevanten Bereichen ausreichend Widerstand und Abwehr aufzubauen. Dabei sind juristische, organisatorische, technische und politische Maßnahmen miteinander zu kombinieren.





