In China hat sich das Rekrutieren, Schulen und Binden qualifizierter Mitarbeiter für deutsche Unternehmen inzwischen zu einem zentralen Erfolgsfaktor und handfesten Problem entwickelt. Besonders markant ist der Mangel an Talenten für Schlüsselpositionen in Entwicklung, Produktion, Marketing und Vertrieb, aber auch im Personalwesen und der Buchhaltung fehlen erfahrene und fachkundige Bewerber. In vielen dieser Bereiche sind Fluktuationsraten von bis zu 20 % keine Seltenheit, manche Tochtergesell¬schaften deutscher Unternehmen melden eine durchschnittliche Verbleibdauer von 14 Monaten. Neuen Untersuchungen zufolge erwägen derzeit mehr als ein Drittel aller chinesischen Beschäftigten ernsthaft einen Stellenwechsel.
Für viele Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen in China ist es inzwischen unabdingbar, neue Methoden des Recruiting und der Ausbildung sowie ein wirksames Personalbindungsprogramm zu implementieren. Ein wirksames Programm zur Mitarbeiterbindung ruht in China unserer Erfahrung nach auf den fünf Säulen finanzielle Anreize, wertschätzende Unternehmenskultur, Personalentwicklung, sozialer Zusammenhalt und Schaffung positiver unternehmenspolitischer Rahmenbedingungen.
Zurzeit findet in China im Personalwesen eine starke Wendung hin zur elektronischen Kommunikation statt. Mit der Einrichtung von Blogs, Chatrooms, Foren, Wikis und Intranet-Seiten kommen viele Unternehmen dem wachsenden Bedürfnis ihrer Mitarbeiter nach Dialogen nach. Sie informieren ihre Arbeitnehmer nicht nur, sondern ermöglichen ihnen auch den Austausch mit Kollegen oder Vorgesetzten. Darüber hinaus sind Social Media ein beliebtes Instrument des Recruiting.





